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Verein zur Förderung der Geowissenschaften, MM e.V.
Ideeller Träger der Frühjahrsmesse und der Mineralientage München
Steinbruch Hafnach, Fischbach/Inn (Maggeswand)
(Erweiterung folgt. Hilfe, Bilder, sowie Beschreibungen sind jederzeit von Jedermann willkommen!)

Maggeswand am 02.11.2002
Steinbruch Hafnach am 02.11.2002 © Rainer Timm

Steinbruch Hafnach, Fischbach am Inn (Maggeswand) [+]
TK Nr. 8238 Neubeuern
UTM 33 U Ost 285801 Nord 5287700

Geologie:
Alpine Trias;
Wettersteinkalk (hellbeige) wird teilweise durch dunklere Raibler Schichten überlagert. Während der Wettersteinkalk überwiegend zur Zementherstellung Verwendung findet, wird der Raibler Dolomit zur Verwendung als Straßenschotter abgebaut.

Literatur:
Ney, (1957), Coelestin in Aufschluß 8 S. 153-156
Gehrmann, (1978), Geobuch Mineralienkasette 11 (68 Fundstellen, Allgäuer und Lechtaler Alpen - Karwendel)
Berndt & Timm, (2005), Lapis 12/2005 S. 15ff. Die Steinbrüche des oberen bayerischen Inntals und ihre Mineralien.
Bayerisches Geologisches Landesamt (GLA)CD-Rom "Bodenschätze in Bayern"


Betreiber:
Südbayer. Portlandzementwerk
Gebr. Wiesböck & Co. GmbH
Tel.: (0 80 34) 3 06 80
Steinbruch
Kufsteiner Str. 125
83126 Flintsbach

Anfahrt:
BAB A 93 Ausfahrt (49) Brannenburg, von dort in westliche Richtung bis Degerndorf. Hier links Richtung Kiefersfelden abbiegen. Nach dem Ort Fischbach kommt rechts die Auffahrt zum Steinbruch.

Fundmöglichkeiten:
Aus dem Hafnerbruch sind verschiedene Mineralien bekannt geworden. Am häufigsten finden sich flächenreiche, teilweise fast runde, wasserklare kleine Calcitkristalle in kleinen Hohlräumen. Diese Calcite erreichen ca. 1 cm Größe. Es sind aber auch echte Kluftbereiche mit graubraunen Calcitskalenoedern (Schwimmer) bis zu 3 cm vorhanden.
Coelestin wird in hellgraublauen bis zu 50 cm großen Nestern beschrieben. Diese stets derben Coelestinbutzen sind problemlos zu finden. Es wurden aber auch Funde von wasserklaren und von blauen bis über 3 cm großen Coelestinkristallen gemacht. Im südlichen Bereich des Bruches gibt es eine Pyritvererzung. Hier kann Pyrit sowohl derb als auch selten in Form kleiner Kristalle gefunden werden. Weitere Minerale sind Ankerit, Smithsonit; Strontianit und Zinkblende. Als Neufund für den Bruch wurden Anfang 2014 wasserklare bis honiggelbe Fluoritwürfel bis 5mm beschrieben.

Da es sich um einen in Betrieb befindlichen Steinbruch handelt, kann aus rechtlichen Gründen offiziell keine Betretungserlaubnis erteilt werden. Wer das Steinbruchgelände betritt, tut dies grundsätzlich auf eigene Gefahr.

Hinweis: Coelestinfunde waren auch beim Bau der nahegelegenen Autobahn A93 möglich.
Tipp: Besuchen Sie in der Nähe des Werkes, den Gletscherschliff bei Fischbach

Last Update: 23.04.2014
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