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Verein zur Förderung der Geowissenschaften, MM e.V.
Ideeller Träger der Frühjahrsmesse und der Mineralientage München

Rauscherbruch Fischbach am Inn [- 2006]
TK Nr. 8238 Neubeuern
33 U 285300 UTM 5288100

Bildergalerie:
Rauscherbruch am 17.11.2002
Rauscherbruch
17.11.2002
Foto © R. Timm
Rauscherbruch 17.11.2002
Rauscherbruch
17.11.2002
Foto © R. Timm
Calcit aus dem Rauscherbruch>Fund 23.2002
Calcit (Kristalle 6-10 mm)
Fund 23.11.2002
Foto © H. Brunner
>Bergleder aus dem Rauscherbruch
 Fund 23.11.2002
Bergleder aus dem Rauscherbruch 9x8 cm
Fund 23.11.2002
Foto © R. Timm

Geologie:
Lias;
Im Rauscherbruch wurden geschichtete Liaskalke abgebaut, die sehr stark von dünnen Mergellagen durchzogen sind. Außerdem wurde im geringen Maße auch Kössener Kalk gewonnen. Verarbeitung zu Splitt und Schotter für Straßenbau. Der Kalk findet auch in der Zementindustrie Verwendung. Der Betrieb wurde 2006 eingestellt.

Literatur:
Ney, (1957), Coelestin, in Aufschluß 8 Seite 153-156
Gehrmann, (1978), Geobuch Mineralienkasette 11 (68 Fundstellen, Allgäuer und Lechtaler Alpen - Karwendel)
Berndt & Timm (2005), Lapis 12/2005 S. 15ff. Die Steinbrüche des oberen bayerischen Inntals und ihre Mineralien.
Bayerisches Geologisches Landesamt (GLA) CD-Rom "Bodenschätze in Bayern"


Betreiber:
KLG Rohrdorfer Kieslieferungs GmbH
Sinning 1
D-83101 Rohrdorf
Telefon 08032 / 182-0
Kalkwerk Fischbach
Telefon 08034 / 3068-19

Anfahrt:
BAB A 93 Ausfahrt (49) Brannenburg, von dort in westliche Richtung bis Degerndorf. Hier links Richtung Kiefersfelden abbiegen. Durch Flintsbach durch. Die Auffahrt zum Steinbruch zweigt direkt vor dem Ort Fischbach rechts ab (Hinweisschild "Steinbruch Rauscher").


Fundmöglichkeiten:
Der Betrieb des Steinbruchs wurde 2004 eingestellt. Anschließend erfolgten bis 2006 noch Abschlußarbeiten. Die alten Bruchwände stehen senkrecht und sind sehr brüchig. Es ist daher jederzeit mit erheblichem Steinschlag zu rechnen. Schotterkegel am Bruchboden zeugen davon.
Der Aufenthalt in Wandnähe ist absolut lebensgefährlich!
Wer das ehemalige Steinbruchgelände betritt, tut dies grundsätzlich auf eigene Gefahr.

Ehemalige Fundbeschreibung:
Das Gestein ist sehr stark mit kleinen Calcitadern durchzogen. Kristallrasen mm-großer Calcitrhomboeder treten auf.

Kleine Kluftspalten sind oft von Bergleder (Palygorskit) durchzogen, in dessen Gesellschaft sich bis zu einem Zentimeter große gelbliche Calcitkristalle befinden. Kleine Pyritkristalle treten nur untergeordnet auf. Interessant sind bis zu 1 cm große, wasserklare bis braune Fluorite. Weiterhin wurden ca. 2mm große, sattelförmige Dolomit-Kristalle gefunden.
Im Januar 2004 gefundene gelbe nieriege Krusten wurden geröngt und als Strontianit bestimmt.

Last Update: 23.04.2014
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