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Münchener
Mineralienfreunde e.V.
Verein zur Förderung der Geowissenschaften, MM e.V. Schriftführung Ingrid Bode Ideeller Träger der Frühjahrsmesse und der Mineralientage München | |||||||||||||||||||
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Gespräch mit Hannes Keilmann, 1. Vorsitzender des Münchener Mineralienfreunde e.V. Zur Vereinsgeschichte der Münchener Mineralienfreunde e.V./VFMG-Bezirksgruppe München
Schon auf vielen Bergtouren während der Schul- und Bundeswehrzeit in Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald wuchs
in mir ein starkes Interesse für das damals vollständig unbekannte Schatzsucher-Hobby "Kristalle und Mineralien",
das mich im Wintersemester 1963/64 zur Aufnahme des Studiums im Fach Mineralogie an der TU München (TH) führte.
In den Räumen der TU, bei der Fachschaft Geologie (Eingang Luisenstraße, IV. Stock) traf sich schon seit einiger Zeit
jeden ersten Dienstag im Monat die am 09.10.1961 im Institut für Gesteinskunde der Universität München auf
Einladung von Dr. Ziehr gegründete VFMG-Bezirksgruppe mit ca. 25 Mitgliedern zum Gedanken- und Steintausch.
Hier begegnete ich u.a. Friedrich Buntfuß, der abwechselnd mit Dr. Josef Clemente Vorstand war,
dem Illustrator Claus Caspari, und auch dem damals aktivsten Sammler Horst Gläsemer, der sich nicht scheute,
eigene Fundstellen weiterzugeben und Exkursionen dorthin vorzubereiten (z.B. Skizze Idar-Oberstein von 16.10.63).
Die Ende der 60iger Jahre sprunghaft ansteigende Zahl der nur in der VFMG-Heidelberg registrierten Mitglieder gab mir
im April 1969 Anlass zu einer ersten Fragebogenaktion (erster Beleg meiner offiziellen Vereinstätigkeit)
nach der Zugehörigkeit zur VFMG-Bezirksgruppe München, bei der sich 84 Unterschriften finden lassen.
Knapp zwei Jahre später, am 28.01.1971 folgte ein weiterer Fragebogen vor dem Hintergrund, eine "Interessen- und
Arbeitsgemeinschaft der Münchner Mineralienfreunde" zu bilden, die unabhängig von der Mitgliedschaft in der
VFMG die steigenden Ansprüche an Selbstverwaltung und Programm-/Exkursionsorganisation bewältigen sollte.
Mit der Durchführung der Barbarafeier 1975 und der Aufstellung des Vortragsprogrammes 1976
übernahm ich dann nach 4 Stellvertreter-Jahren von Dr. Josef Clemente den 1. Vorsitz der
VFMG-Bezirksgruppe München bei einem geschätzten Mitgliederstand von ca. 250.
Schon im Mai 1972 hatte Kassenwart Eugen Messmer die Grundlagen einer eigenständigen Vereinsgründung (MM e.V.) sondiert, die dann am 07.02.1977 (zur Vermeidung der Interessenkollission mit dem VFMG-Amt ohne mein Beisein!) erneut konkretisiert wurde und schließlich am 10.01.1978 in der Gründungsversammlung der MÜNCHENER MINERALIENFREUNDE e.V. vollzogen wurde. Neben mir als 1. Vorstand wählte die Versammlung Gerhard Voges zum Stellvertreter und Eugen Messmer zum Kassenwart. Ein gutes Jahr später, zum 1. Juli 1979 waren 432 ordentliche Mitglieder in das Vereinsregister eingetragen.
Eine vereinseigene Tausch- und Verkaufsbörse war am 07.11.1964 im Rhaetenhaus (Luisenstr. 27) von Vorstand
Friedrich Buntfuß ins Leben gerufen worden, an der ich schon mit meinem Schulfreund Ingomar Jäger teilgenommen
hatte und am legendären "Studentenständchen" u.a. Smaragde aus dem Habachtal (legitimierter Wächter) und
Kommissionsware von Dieter Stark, dem damals ersten und einzigen Berufs-Mineralienhändler in Idar-Oberstein,
angeboten hatte.
Das Olympiajahr 1972 brachte dann für den Verein (noch VFMG-Bezirksgruppe München) mit der Verlagerung der
jährlichen Mineralienbörse aus den schnell zu klein gewordenen Gaststätten (Hackerkeller,
Löwenbräukeller und zuletzt Stadtmuseum) auf das Münchner Messegelände (Halle 2) einen bemerkenswerten
Schritt an die große Öffentlichkeit. Um aber die finanziellen Risiken von den Vereinsmitgliedern fernzuhalten und die
Gemeinnützigkeit des Stammvereins VFMG in Heidelberg nicht zu beeinträchtigen, wurde die Börse von einer
wirtschaftlich unabhängigen Veranstalter-GdbR unter Beteiligung des Vorstands Dr. Josef Clemente durchgeführt
und damit die Wahrung der ideellen Trägerschaft gewährleistet.
Inzwischen hat das Vereinsleben sehr differenzierte Formen angenommen, was bei einer Mitgliederzahl um die 500 ja nicht verwundert. Als sehr hilfreich hat sich dabei die schon früh eingeführte Struktur nach themenspezifischen Arbeitsgruppen bewährt, die jedes Einzelinteresse abzudecken ermöglicht. Besonders bemerkenswert ist nach wie vor die uneigennützige Bereitschaft zu gegenseitiger Information über fachliche Fragen und die inzwischen weit entwickelte gesellschaftliche Komponente, ohne die ein Verein seelenlos bleiben würde. Ausgehend von einem Durchschnittsalter der Mitglieder von weit über 50 führt der Weg des Vereins sicher noch mehr in diese Richtung und wird, der steigenden Lebenserwartung folgend, den Mitgliedern weiterhin interessante Betätigung in ihrem Hobby bieten können. Es wäre zu wünschen, jüngere Mitglieder wären über die Begeisterung der älteren anregbar und einbeziehbar, wieder selbst der Natur auf die Spur zu kommen.
Auf Anregung von Mitglied Hans-Dieter Götter wurde anläßlich der Barbarafeier 1999 die Arbeitsgruppe "Malen & Zeichnen" in Verbundenheit mit CLAUS CASPARI ins Leben gerufen. Sonstiges
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