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"Das Naturmuseum in Bozen"
Ob man nun den Ötzi, der in Bozen seine letzte Unruhestätte gefunden hat, gesehen haben muss oder nicht, soll
jeder für sich selbst entscheiden. Jedenfalls gibt es seit dem Frühjahr 2000 das Naturmuseum
Südtirol (genauer gesagt die Geologieabteilung) und damit an einem verregneten Tag ein Ziel
für leidenschaftliche Steinklauber.
Hier kurz mein Eindruck.
Auf einer Fläche von ca. 1000 m2 werden Geologie und Bergbau, Fauna und Flora der Provinz Bozen nach den
Gesichtspunkten moderner Museumspädagogik präsentiert. Das bedeutet, wenige aber durchdacht ausgewählte
und gut erklärte Ausstellungsstücke wollen uns die Natur verstehen lehren.
Es gelingt: Ein riesiges Aquarium bringt mich dazu, die Lebenswelt eines Trias-Riffes zu studieren - leider nicht
die einzige geologische Grundwissenslücke, wie sich beim weiteren Rundgang herausstellt.
Allerdings suche ich vergebens endlose, mit Kristallen vollgestopfte Vitrinen - Mineralien sind nicht der Nabel
(aber ein wichtiger Teil!) der Naturkunde - und so muss ich mich mit ca. 60 zwar nicht gigantischen aber doch qualitativ
hochwertigen Stufen zufriedengeben. Viele bekannte Fundstellen sind vertreten: Timmelsjoch, Martelltal, Frommer Lahn,
Zemmer Senne, Tristenspitze, Karlottenwandl, ... .
Einige Stufen kenne ich aus Bildbänden: Zepterquarz vom
Gliedergang, Bornit von der Merbspitze, Amianth von der Zösenalm ... .
Nach zwei Stunden verlasse ich zufrieden diese Ruhestätte der Mineralschätze.
Zur Information:
| Lage: | Bindergasse 1 (Straße führt vom Vogelweideplatz, dem zentralen Platz in der Stadtmitte, nach Norden)
| Telefon: | 0039/471/978309
| Öffnungszeit: | 10 - 18 Uhr, montags geschlossen
| Eintritt: | 8000 Lire
(Stand Juni 2000, Angaben ohne Gewähr)
Wolfgang Zahnleiter
Last update 01.11.2000
Münchener Mineralienfreunde e.V.,
Münchener Straße 23,
85540 Haar
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