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Münchener
Mineralienfreunde e.V.
Verein zur Förderung der Geowissenschaften, MM e.V. Schriftführung Ingrid Bode Ideeller Träger der Frühjahrsmesse und der Mineralientage München |
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Mineraliensuchen, Kennenlernen von Land und Leuten und last not least der Besuch der Mineralienbörse in Sainte-Marie aux Mines waren angesagt. Wie schon oft durchgeführt, waren alle Teilnehmer am Samstagmorgen zur Stelle und der Bus mit Fahrer Schorsch konnte pünktlich abfahren. Auf der Autobahn ging es mit einigen Zwischenstopps bis kurz vor Mühlhausen, wo wir gleich nach der Grenze Claude Venus begrüßten, unseren wohlbekannten französischen Führer. Wir fuhren weiter nach Guebwiller, wo wir zuerst das Museum aufsuchten, um uns vorab zu informieren, welche Mineralien wir in den Vogesen finden können. Dann kamen wir in unser Quartier, das Hotel du Lac, wo wir eine Woche logieren wollten. Das Hotel bestand aus drei Häusern mit verschiedenen Restaurants, die uns in den kommenden Tagen viele Rätsel aufgaben, da wir nie genau wussten, wo unser Abendessen stattfand.
Weiter ging es nach Steinbach zu der alten Bleimine Mine Saint Nicolas, wo Minenarchäologie betrieben wird. In den Minen von Steinbach wurde in der Zeit vom Ende des 15. Jahrhundert bis 1918 Blei abgebaut. Nach einer Begehung der jetzt für Besucher zugänglichen Mine haben wir auf einer Halde vornehmlich nach Pyromorphit gesucht. Auch Quarz, Baryt, Bleiglanz, Pyrit und Honigblende wurden gefunden, ebenso einige schöne grüne Pyromophit-Tönnchen. Wie erzählt wurde, hatte ein Mineralienfreund seine Brille vergessen und darum alles mitgenommen, was grün war. Wie sich herausstellte, war auch Moos dabei. Am folgenden Tag stand Kultur auf dem Programm. Wir fuhren auf den Mont Ste. Odile, den Odilienberg. Dort wo jetzt ein Kloster über dem Grab der hl. Odilie steht - es ist heute eine Wallfahrtsstätte - war früher ein keltisches Heiligtum. Ein Stück der " Keltenmauer", der mur paien, ist noch zu sehen. Anschließend spazierten wir durch das alte Städtchen Obernai und fuhren dann über die Route du Vin und die Route des Vosges nach Riquewihr, um ein weiteres sehr pittoreskes Weinstädtchen mit alten Fachwerkhäusern und engen Gassen kennenzulernen. Solch ein malerischer Winkel zieht natürlich viele Besucher an, aber jeder fand ein ruhiges Eckerl, wo er nach Gusto ein Glas Wein, eine Quiche oder etwas anderes Typisches zu sich nehmen konnte.
Was wir schon aus der Ferne gesehen hatten, heute sollten wir sie besuchen, die Königsburg ´Le Haut-Koenigsbourg`,
eine riesige Burganlage hoch über der Rheinebene. Ein Symbol germanischer Macht an der westlichen Grenze des damaligen
Reiches. Erbaut im 12 Jh. wurde sie mehrmals zerstört. Als Letzter baute sie der Hohenzollernkaiser Wilhelm II. wieder
auf. 1919 war die Restaurierung fertig und nun kann man sie besichtigen.
Jetzt stand Colmar auf dem Programm. Zuerst machten wir eine Stadtbesichtigung. Einige Bauwerke sind schon sehenswert z. B. die Dominikanerkirche mit dem Marienbild `Madonna im Rosenhaag´ von Martin Schongauer 1473 gemalt, der Dom, das Pfisterhaus, der Kornspeicher, die Markthalle und das malerische Viertel `Klein-Venedig´. Danach zerstreuten wir uns. ´Isenheimer Altar` anschauen, Essen und Bummeln waren angesagt. Aber auch noch Geld aus dem Automaten fassen, denn am nächsten Tag ging es ja auf die bekannte Mineralienmesse in Sainte-Marie aux Mines. Für uns von unserer Münchener Mineralienmesse Verwöhnte bot sich auf dem Messegelände in Ste. Marie ein ungewöhnlicher, ja fast fremder Anblick. Die Messe fand hauptsächlich im Freien statt und zwar reihten sich weiße Türkenzelte nebeneinander entlang der Wege, was bei dem strahlenden Wetter märchenhaft aussah. Das ganze Ambiente war gemütlich, fast familiär. Aber auch in den angrenzenden Gebäuden gab es Steine über Steine. Neu für uns waren Quarzkristalle als Japanerzwillinge im Zepterhabitus. Eine Vorführung über das Herstellen von Steinzeitwerkzeugen, die aus Feuersteinen mittels eines Geweihstückes geschlagen wurden, war ebenfalls sehr interessant. Manche Händler kannten wir. Auch andere Münchener Mineralienfreunde trafen wir hier. Wir hatten den ganzen Tag Zeit und genossen die Messe trotz der Hitze. Am nächsten Tag fuhren wir - voll mit neuen Eindrücken und schwerem Gepäck - wieder nach Hause. Glück auf Renate Polatzek
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