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Münchener
Mineralienfreunde e.V.
Verein zur Förderung der Geowissenschaften, MM e.V. Schriftführung Ingrid Bode Ideeller Träger der Frühjahrsmesse und der Mineralientage München |
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(Autor: Heiner Schuster, Bilder: Rainer Timm)
![]() Materialseilbahn im November 2000 Ihren Ausgangspunkt hatte diese Seilbahn am Steinbruch des Hartsteinwerkes Werdenfels, das in über 70 Jahren 24 Millionen Tonnen Glaukoquarzit abbaute. Dieses auch "Gault-Grünsandstein" genannte Gestein aus der Unterkreide war wegen seiner Zähigkeit und Widerstandsfähigkeit begehrt für Straßen und Bahnschotter, zur Wasserverbauung usw. Unter verschiedenen Betreibern, zuletzt der Firma Hochtief, arbeiteten zeitweise über 200 Beschäftigte im Hartsteinwerk und schufen so in 70 Jahren eine ca. 1 km lange Steinbruchwand mit einer Höhe von 90 m. Der Abbaubetrieb reichte bis zu 40 m unterhalb der umliegenden Flächen des Murnauer Moors. Doch was gelten diese nüchternen Fakten einem passionierten Mineralienfreund. Wer sich dem Steinbruch über eine Werksstraße durch das Murnauer Moor näherte, der wurde - wie Weiland der Kasperl beim Räuber Hotzenplotz im Schloss des Zauberers - von drohenden Schildern zurückgehalten. "Betreten verboten - bei Nichtbeachtung Strafanzeige - Auch für Mineraliensammler ist das Betreten verboten". Wer dann legal mittels Erlaubnis oder nicht ganz so legal am Wochenende bei Regenwetter die psychologische Hemmschwelle überwunden hatte, den erwartete ein kleines Paradies für alle geologisch Interessierten. Die steil gestellten und verfalteten dunklen Kreideschichten waren immer wieder durchzogen von Calcitbändern und -klüften. Der größte Calcitgang mit über 1 1/2 m Mächtigkeit war über die gesamte Höhe der Abbauwand zu verfolgen. In ihm befanden sich Klüfte von "alpinem" Ausmaß. In den lettigen Bereichen die schönsten Aggregate von sog. "Messerspat", d. h. Calzitkristallen, die ihrem Namen alle Ehre machten. Sie waren nur sehr schwer - und nur mit bloßen Händen - ohne Beschädigungen zu bergen. Jeder, der sich abmühte, musste dies mit völlig zerschnittenen Handflächen teuer bezahlen. Daneben war reichlich Pyrit, auch in kleinen Kristallen, und neben den verschiedensten kreidezeitlichen Fossilien auch als große Rarität (wohl nur einmal vom Sprengmeister gefunden) kreidezeitlicher Bernstein (Jurassic-Park-tauglich!) zu finden.
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