![]() |
Münchener
Mineralienfreunde e.V.
Verein zur Förderung der Geowissenschaften, MM e.V. Schriftführung Ingrid Bode Ideeller Träger der Frühjahrsmesse und der Mineralientage München |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Zurück zum Archiv |
Autor: Klaus Grasl Dieses Mal möchte ich allen daran Interessierten einen kleinen Einblick in die Aktivitäten unserer Gruppe geben. Was könnte sich da wohl besser anbieten, als ein kleiner Rückblick auf das Jahr 2002? Das im vergangenen Jahr ins Rampenlicht unserer handwerklichen Tätigkeiten
gesetzte Hauptthema lautete "Opal". Genauer gesagt war es die Herstellung
von Opal-Dubletten. Der Name "Opal" stammt von dem altindischen Wort "upala"
und bedeutet Stein bzw. schöner Stein. Sehr detaillierte Ausführungen zum
Thema Opal findet man zur Zeit auf den Seiten des GEMMOLOGISCHEN INSTITUT
HAMBURG von Elisabeth Strack. Es handelt sich dabei um die Artikel, welche
von Juni bis September 2001 in der Goldschmiedezeitung GZ veröffentlicht
wurden (Autorin Elisabeth Strack).
Unsere Bearbeitung der anzufertigenden Stücke umfasste im Groben folgende Tätigkeiten:
Darüber hinaus fanden das Jahr über auch einige "Out-Door"-Aktivitäten statt, welche in erster Linie dazu dienten uns mit Rohmaterial zu versorgen. Saisonstart:
die Tat:
und das Ergebnis:
aufbereitet und mit Flächenschliffen versehen:
einige Achate wurden auch zu Cabochons verarbeitet:
und manche schafften es sogar bis in die Schmuckabteilung:
Für den Autor hatte diese Idar-Oberstein Exkursion noch weiterreichende
Auswirkungen. Zum Einen ergab sich für ihn ein neues Betätigungsfeld.
Das Schlagwort hierbei lautet "Schmetterlingssammlung". Ein besonders schönes
Exemplar, welches auf dieser Expidition sichergestellt werden konnte wird
hier erstmalig publiziert und stellt den Beginn einer neuen Sammlung dar.
Es handelt sich dabei um ein besonders schönes Exemplar der Gattung "Lepidoptera
rhopalocera satyridae cummulus grasli".
Zum Anderen hat sich der Autor nun mit einem neuen Faible infiziert.
Unter dem Motto "Weniger ist oft Mehr" stehen ab nun sogenannte Thumbnails
(zu deutsch Daumennagel) im besonderen Blickfeld. Diese Thumbnails sind
- wie der Name schon sagt - in etwa fingernagelgroße Achatmandeln. Ihre
ganze Schönheit offenbaren sie aber erst durch die digitale Unterstützung
eines Scanners. Untenstehend Beispiele, welche mit 1200dpi eingescannt
und danach auf Bildschirmgröße (ca. 19 Zoll) verkleinert wurden.
Als Nachtrag zu dem Idar-Oberstein Exkursion Bericht (MM-Online 10)
wäre noch zu erw&aml;hnen, dass die "Achatkartoffel-Aktion" einen Erlös
von 13€ für unsere Gruppenkasse ergab. Den Inhalt der "Kartoffel" kann
man im untenstehenden Bild erkennen. Wie sich herausstellte, handelte es
sich bei der "Kartoffel" um einen sogenannten "Wolkenachat".
der Sommer: Als weitere "Out Door"-Aktivitäten gab es im Juli einen Workshop in
Haag/Obb bei Hrn. Dr. Wierer und im August einen Workshop beim Leiter der
Schleifergruppe Hrn. Zeitvogel in Ingolstadt.
und der Herbst: Im Herbst wurde dann dem Wunsch einiger Mitglieder entsprochen und eine
Exkursion zu Europas bekanntester Smaragdfundstelle ins österreichische
Habachtal unternommen. Unter der Begleitung von Hrn. Josef Karner aus Mittenwald/Krün
wurden wir in die Örtlichkeiten eingewiesen. Dazu zählten sowohl die Erörterungen
der mineralogischen und geologischen Gegebenheiten vor Ort wie auch
die Einweisung in die richtige Suchtechnik zum Auffinden der kleinen aber
umso wertvolleren Kostbarkeiten. Abgerundet wurden die Erläuterungen mit
so manchem Geschichtchen über Fundglück und Betrug.
Mit gelochten Blechen kann dem Seifenvorkommen im unteren Leckbachbereich am besten zu Leibe gerückt werden. Zu den aktuellen Gegebenheiten muß erklärt werden, dass durch einen Murenabgang (Sommer 2002) im unteren Bereich der Leckbachrinne die Erfolgsaussichten auf Funde deutlich gestiegen sind. Zur Zeit ist jedoch der gesamte Bereich der Leckbachrinne recht instabil und mit weiteren Murenabgängen muss gerechnet werden. Aus diesem Grund beschränkten wir uns mit unserer Suche auf den unteren Bereich des Murenabgangs (Umgebung des Gasthauses Alpenrose). Bilder und Infos zum Murenabgang gibt es unter http://www.granat.at/smaragd/index.htm Ein Teil der Ausbeute:
Auf Grund von verarbeitetem Material, welches Hr. Dr. Wierer uns an einem
unserer Gruppenabende unter die Nase hielt, wurde die letzte Exkursion fürs
Jahr 2002 geplant. Bei dem Material handelte es sich um Fundstücke, die
während einer geologischen Exkursion (vor 20 Jahren) unter seiner Führung
geborgen wurden. Nach ausgiebiger Planung machten wir uns an einem herrlichen
Ansichtskartentag (strahlend blauer Himmel, Watzmanngipfel bereits weiß
und die Mischwälder ringsum in den schönsten Herbstfarben) auf den Weg
in die Ramsau (bei Berchtesgaden). Im Gebiet südöstlich des Hintersees
zeigte uns der Fund eines Megalodonten (versteinerte Kuhtrittmuschel),
dass wir uns auf dem richtigen Weg befanden. Diese bis zu 20 cm groß werdende
Muschel mit ihrem Alter von ca. 200 Millionen Jahren dient als Leitfossil
für die geologische Schicht in der wir uns befanden und für die 1847 von
Friedrich Simony der Begriff "Dachsteinkalk" geprägt wurde.
Das Auffinden der von uns gewünschten Stelle war dann aber doch mit
einiger Suche verbunden. Ob es nun an den Gedächtnisaufzeichnungen oder
einer in den letzten 20 Jahren besonders starken regionalen Gebirgshebung
lag, konnte letztendlich nicht definitiv geklärt werden. Das Wesentliche,
nämlich das Auffinden der erhofften Stelle hatten wir nach einiger Zeit
dann doch geschafft. Die Schichten des Dachsteinkalks (gebildet im Trias-Räth)
werden dabei von Hirlatzschichten (gebildet im Lias) durchbrochen. Erkennbar
sind diese Hirlatzschichten am Crinoidenkalk (so genannt wegen der eingelagerten
Crinoidenstielglieder). Wie es vor der Einlagerung aussah, ist ersichtlich
unter http://www-users.rwth-aachen.de/ralph.delzepich/skript.htm#crinoiden
.
Hinweise auf die Geologie des Nördlichen Alpenrandgebietes sind
zu finden unter http://www.derchiemgauer.de/Sehenswuerdigkeiten/geologie.htm.
Der Tag beinhaltete (nicht nur aus kulinarischen Gründen) auch den Besuch
der Historischen Kugelschleife in Marktschellenberg. Es ist eine der letzten
noch produzierenden deutschen Kugelmühlen. Näheres ist ersichtlich auf
http://www.gasthaus-kugelmuehle.de
unter "Die Kugelmühle".
Besonders die Vitrinen im Eingangsbereich der Wirtschaft ließen so manches
Auge glänzen. Abgerundet wurde der Ausflug mit dem Besuch der zu diesem
Zeitpunkt gerade stattfindenden "Sonderausstellung Bergkristall" im Salzburger
Dom http://www.kirchen.net/dommuseum/.
das letzte Highlight: wie jedes Jahr die Messe Mineralientage München und wir in Aktion:
und noch ein Blick in unsere restlichen Messe-Vitrinen:
der Ausklang: fand wie jedes Jahr bei einer kleinen und besinnlichen Weihnachtsfeier
statt. Hierbei konnte man sich durch Teilnahme an der Tombola wieder recht
günstig mit Material für ein neues Schleiferjahr eindecken.
Anfragen können gestellt werden an den Vorsitzenden der Schleifergruppe:
|